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TypograVieh lebte

Eine weitere hervorragende Tagung ist am Samstagabend, den 07.06.08, zu Ende gegangen. International renommierte Redner haben uns unterhalten und erleuchtet, das Wetter hat mitgespielt, das e-Werk war wieder eine tolle Location. Hubert Jocham eröffnete den Tag mit der Streitschrift Rotis und seinen Reaktionen darauf, Andrea Tinnes setzte mit ihren eleganten Luxus-Logos und Ornamenten fort, Katharina Hölzl und Lars Harmsen schlossen den Morgen mit Zeitschrift-Geschichten. Der Nachmittag fing mit Johannes Bergerhausen und seinem Unicode Projekt an, Tina Frank rundete das Ganze mit beweglichen Farben ab. Die Party ging dann bis in die frühen Morgenstunden.

Was leider auch zu Ende gegangen ist, sind die Präsenz und die vielen Impulse, welche durch den „TypograVieh lebt“-Anstifter Alexander Branczyk nach Weimar kamen. Auf meine Einladung hin hatte dieser fünf Jahre hier in Weimar an der Uni gearbeitet, zwei davon als Gastprofessor, die restlichen drei Jahre als auswärtiger Diplom- und Projektbetreuer (ohne Kosten für die Universität). Er hat dabei u.a. mehr als einhundert Leute von Rang und Namen zu Vorträgen eingeladen und 36 Diplomarbeiten betreut. Während dieser Zeit hat unser Studiengang höhere Rankings bekommen und viele Preise gewonnen. Seine Projekte, u.a. „Schnellmodus“, sind vielen Studenten noch gut in Erinnerung – praxisnah, streng, und ganz im bauhäuslerischen Sinn kreativ. Ich möchte hiermit meinen tiefsten Dank an Alex aussprechen.

Wie viele wissen, hatte sich Alexander Branczyk 2006 für die W2 Graphic Design Professur an der Bauhaus-Universität beworben. Im April 2008 wurde das Verfahren ergebnislos geschlossen.

I notice that no-one has bothered to respond or comment (publicly) here. Nonetheless, after criticism from various quarters, including false accusations (which have been retracted after threat of legal action), I have decided voluntarily to remove offending passages from this post.

Prof. Jay Rutherford, Visuelle Kommunikation, Fakultät Gestaltung, Bauhaus-Universität Weimar

Friedrich Forssman: Wer wird WEIMAR’S NEXT SUPERTYPOGRAPHER?

Er ist der Bruce Darnell der Detailtypographie. Er ist die Heidi Klum der Lesetypographie. Er ist der Showmaster, und er sucht Weimar’s Next Supertypographer. Bitte Applaus für Ihren Moderator, Friedrich Forssman...



1. Ich mache eine Bühnenshow: WEIMAR’S NEXT SUPERTYPOGRAPHER.

2. Ziel ist: Spaß an Typographie, gute Präsentationen.

3. Wir werden sieben bis zwölf Selbstdarstellungen erleben und bewerten.

4. Der Weg dahin: Zunächst bilden Sie eine Jury, aus, sagen wir, fünf Studenten. Ziel ist die Auswahl von sieben bis zwölf Studenten, die gut denken und gut gestalten können, aber Probleme mit Selbstdarstellung und Präsentation haben. Denn Präsentation ist das A und O eines glücklichen Berufslebens.

5. Diese Studenten bekommen die Aufgabe: „Präsentiere Dich selbst in einem typographischen Rahmen — sage mit typographischen Mitteln etwas über Dich und über Deine Auffassung und Deinen Zugang zu Typographie aus! Du hast mindestens eine, maximal zehn Minuten Zeit auf der Bühne.“ Das kann wörtlich genommen werden (= ein Rahmen), das kann aber auch alles mögliche Andere sein: eine Projektionsschau, ein Vortrag, was auch immer.

6. Diese Präsentation findet am Samstagabend statt. Ich moderiere. Es geht ausdrücklich nicht um öffentliche Erniedrigung, sondern um öffentliche Ermutigung, durch den Moderator (bin ich doch der Bruce Darnell der Typographie) und durchs Publikum. Moderator und Publikum finden einen Ersten Sieger (Sieger sind alle, die sich getraut haben), der von mir wahlweise „Lesetypografie“ oder „Detailtypografie“ bekommt. Wert: 98 Deutsche Reichseuro, mit exklusiver Widmung.

7. Juni 2008 kommt.

Und am 7. Juni 2008 landet zum fünften mal das TypograVieh zu unserem SommerTyposium in Weimar.
Eben bestätigt: Der Drache steigt wie gewohnt in dem schönen Lichthaus-Kino im Straßenbahndepot. Wir haben dieses Jahr bisher ungenutzte Ausstellungsräume zusätzlich zur Verfügung, die wir wieder für eine Typografieausstellung nutzen wollen.

Flugs nach Weimar

Jetzt aber Hallo!

Diesen Samstag, 10 Punkt, ist es soweit:

die genial denk-würdigen TypograVögel landen im Nest der Dichter >Ampersand< Denker (Weimar!) und bringen den Küken die Schräge bei!
Wer sie sich plustern sehen will, holt sich fix ein „Schönes-Wochenend-Ticket“ und schwingt sich flugs herbei! Nicht lang rumeiern – abheben!




Es grüßen
eure TypograViecher von der Bauhaus-Uni

mit Alexander »T1« Branczyk
und Jay Hrytheraford

Nachtmar in Weimar

Hochkursive Angelegenheit: Nachtaktive Typen machen sich in schwindelerregender Höhe am Hauptportal der Bauhaus-Universität zu schaffen.
Werden die schrägen Vögel beim ersten Morgengrauen auffliegen? Und wohin?





Mehr Fotos hier…

Peter Folk und seine Band spielen.


Foto: Marcel Köhler

Eigentlich wollte Peter Folk seine beschauliche Heimat längst verlassen, aber er kommt nicht dazu. Jeden Tag betritt er im Morgengrauen mit einem Kaffee in der Hand sein Studio und verlässt es nicht ohne einen neuen Song. Seine Musik spaltet die Gemüter: Die einen möchten ergeben ihren Kopf aufs Lenkrad legen bei dieser klaren Stimme und den vertrauten Harmonien, den anderen ist das altbekannte Strophe/Refrain-Thema nicht neu genug. Peter Folks Melodien sind jedoch bewusst einer Einfachheit verpflichtet, die es dem Zuhörer schwer macht, sie wieder aus dem Kopf zu bekommen.

Hören: MySpace
Kaufen: Juno.co.uk


Foto: Einbaumöbel in Wien

Ab jetzt im neuen Büro

Das TypograVieh lebt hat endlich eine Homebase: Heute haben wir uns im »Haven«, im Büro der port in der m18 eingerichtet.