Am Samstag geht es endlich los. Das 6. Internationale SommerTyposium öffnet seine ports für alle Studenten und Schrifthelden.
Programm (aktuell)
10:00 Open Source Publishing
11:30 Gerrit van Aaken
13:00 Mittagspause
14:00 Wolfgang Beinert
15:30 Ralf Herrmann
17:00 Typeface (Film)
23:00 TyParty
Die Vorträge finden im Lichthaus Kino (Saal 1) auf dem E-Werk Gelände in Weimar statt.
Anfahrt:
Am Kirschberg 4
99423 Weimar
vom Bahnhof: (5 min)
Schopenhauerstr. nach links, rechts in die Friedrich-Ebert-Str. bis zur Friedensstraße, dann linke Seite
Mit Auto:
Von der A4 Abfahrt 49 die B85 nach Weimar rein, über den Stadtring – Röhrstraße – C.v.Ossietsky-Str. – Fried.-Ebert-Str. – Friedensstr. – Am Kirschberg
Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

Samstag, 5. Juni 2010
ab 23 Uhr im Straßenbahndepot, E-Werk Weimar
Captain Futura lädt ein: die obliquatorische TyParty nach den Vorträgen zu Typogravieh Lebt! 6.0 im Straßenbahndepot. Kapunzenpulli ausgezogen, die Small cap aufgesetzt, schräg gestellt und kommen. Die Heroglyphen rufen ihre Legenden: Walk the :blank im Depot … Es legen auf:
Yanone (Dresden)
Fortran 31 (Dresden)
EnglerKlan (live electro, Berlin)
Jeunesse Doree (WHITE, Berlin)
Eintritt: 3,–
Eine Veranstaltung von Typogravieh Lebt! unterstützt vom Kulturtragwerk Weimar eV
Samstag, 5. Juni 2010
15:30 Uhr
»Schrifteinbettung in Webseiten«
Nach seinem Studium der Visuellen Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar, verfasste er mehrere Bücher zur Thematik der Typografie.
Des weiteren ist
Ralf Herrmann Herausgeber der Zeitschrift TypoJournal. Auch im Internet macht er durch Projekte
wie das Typowiki und das angeschlossene Typoforum immer wieder auf sich aufmerksam. Die von ihm erstellten Schriften vertreibt er selbst über das eigene Schriftenlabel
Fonts.info. Seit 1999 arbeitet er mit einem Kollegen in der selbst gegründeten Grafikdesign Agentur Seite7.de.
Sein neustes Projekt ist die Webseite
Webfonts.info.
14:00 Uhr
»Ohne Pflicht keine Kür
Oder warum Qualität mit Q wie Qual beginnt.«

Viele finden die exklusiven Drucksachen aus dem
Atelier Beinert | Berlin bemerkenswert. All die wohlgestalteten Prospekte, Bücher und sonstigen Dinge für Leica, Chanel, Gmund – oder für wen auch immer. Selbst Branchenfremde sind oftmals beeindruckt; so schrieb beispielsweise die Elle: »Seine Entwürfe, die überwiegend auf erlesenen Papieren gedruckt und in der Weiterverarbeitung veredelt werden, gehören zu den feinsinnigsten Drucksachen, die in Deutschland noch hergestellt werden«.

Nun, das liest sich natürlich alles toll und wunderbar. Aber die meisten – insbesondere junge Kolleginnen und Kollegen – vergessen dabei, wie viel Aufwand, Allgemein- und Fachwissen sowie produktionstechnisches Know-how vonnöten ist, um derartige Arbeiten realisieren zu können.
Dieser Vortrag wird deshalb eine kleine Exkursion hinter die Kulissen des Top-Grafikdesigns. Eine Art Kurzseminar – ein »Making of«, das anhand realisierter Grafikdesignprojekte von Wolfgang Beinert den elementaren Stellenwert der Typographie im Grafik- und Kommunikationsdesign vermittelt. An Auftragsarbeiten wird im Detail erklärt, wie derartige Projekte und Arbeiten entstehen und realisiert werden.

Im Vortrag werden Typo-Basics, Makro- und Mikrotypographie, Schrift ist nicht gleich Schrift, Kalligraphie, Schrift und Material, Schrift in unterschiedlichen Druck- und Produktionsverfahren, Schrift auf digitalen Benutzeroberflächen, Schrift im Prägedruck, Schrift und Druckfarben, Optimierung des typographischen Workflows, Raster- und Umbruchsysteme, Auftragsrecherche, Briefing, theoretische und praktische Herangehensweisen an einen Grafikdesignprojekt, Reinabwicklung, Präsentationstechniken und gewerbespezifischer Sprachschatz angesprochen. Nach dem Vortrag können Interessierte Fragen stellen.
Wolfgang Beinert gehört zu den wenigen deutschen Grafikdesignern, die sich ausschließlich auf exklusive Individuallösungen spezialisiert haben, die einen sehr hohen philologischen, handwerklichen, akademischen und künstlerischen Spezialisierungsgrad erfordern. Er wurde bereits vielfach international ausgestellt und ausgezeichnet; so u.a. vom Tokyo Type Directors Club, Art Directors Club und Type Directors Club of New York. Das Goethe-Institut widmete ihm 2001 als ersten Grafikdesigner eine Retrospektive. 2002 wurde er vom US-amerikanischen Designmagazin »Graphis« zu den wichtigen europäischen Grafikdesignern gezählt.
5. Juni 2010 E-Werk Weimar
10 Uhr
»Gestaltung & Layout für das moderne Web«
Gerrit van Aaken ist ein Hybridwesen aus Webentwickler und Typografie-Nerd. In seinem Studium an der FH Mainz verknallte er sich in die Typofibel »Schriften erkennen« und die meisten anderen Werke aus dem Hermann-Schmidt-Verlag, blieb jedoch gleichzeitig seiner anderen Leidenschaft, dem Webdesign, treu. Er verdiente sich in den Jahren 2000 bis 2005 den einen oder anderen Groschen als Online-Redakteur bei »Wetten, dass..?« und schrieb als Diplomarbeit ein Content-Management-System für Podcast-Produzenten.
Nach zwei Jahren in der Mainzer Designagentur »3st kommunikation« machte er sich Ende 2007 selbstständig und arbeitet nun als freiberuflicher Webdesigner in einer Bürogemeinschaft in der Würzburger Innenstadt. Gerrit van Aaken betreibt das bekannte Weblog
praegnanz.de, wo er vor allem über die Themen Webtypografie und Webvideo schreibt. Seine Fachartikel über freie Schriften sind Standardliteratur für den typobegeisterten Internetnutzer.
5. Juni 2010, E-Werk Weimar
11:30 Uhr: »OSP tales about an object of shared knowledge
called font«
Open Source Publishing ist eine Grafikdesign Agentur aus Brüssel welche sich aussschließlich lizenzfreier Software bedient. In ihrer Arbeit testen sie die Möglichkeiten von F/LOSS (Free/Libre Open Source Software) in einer professionellen Umgebung. Hierbei arbeiten sie eng mit der brüsseler Non-Profit Organisation Constant zusammen, welche in den Bereichen Feminismus, Copyright Alternativen und Netzwerkarbeit tätig ist.
Neben klassischen Designaufträgen im kulturellen Bereich organisieren sie experimentelle Workshops und erarbeiten frei verfügbare Tools für Designer.

Samstag, 5. Juni 2010, E-Werk Weimar ab 10 Uhr
Nach einjähriger Pause hat sich das Typogravieh endlich auscouriert und lebt wieder! Die Zeilen ändern sich und ein neues Team mutiger Studenten der Bauhaus-Universität pixelt derzeit eifrig am 6. Internationalen SommerTyposium in Weimar!
Am 5. Juni 2010 heißt es wieder: »Auf den Schirm!«
Einen <tag> lang Fontal-Unterricht der Heroglyphen für alle lern- und kernwilligen Studenten und Schrifthelden.
Open Source Publishing aus Brüssel bekämpfen die dunkle Adobe-Macht.
Gerrit van Aaken lehrt den Pixeln das fürchten und erläutert die Möglichkeiten der Gestaltung für das moderne Web.
Wolfgang Beinert verrät seine Geheimnisse guter Qualität und
Ralf Herrmann bettet Webfonts in das e-Werk ein.
Am Ende werden die quadratischen Augen mit
Typeface (60min, USA 2009) zu einem runden Abschluss gebracht: der Dokumentarfilm von Regisseurin Justine Nagan erforscht die vergangene Epoche der Holzschnittdrucke im Hamilton Wood Type Museum in Two Rivers, Wisconsin, bevor es wieder zurück in die elektronischen Welten geht.
Yanone (Dresden),
Jeunesse Doree (Berlin) und EnglerKlan (Berlin) begleiten die Schrifthelden musikalisch mit Bits und Bytes in eine legendäre Typo-Nacht.
Also nicht in die Röhre gucken, sondern alle Superkräfte sammeln und auf nach Weimar! Die Vorträge bleiben wie in den Jahren zuvor natürlich weiterhin kostenfrei.
Organisiert von Studenten der Bauhaus-Universität Weimar, angetrieben von Jay Rutherford und angestiftet von Alexander Branczyk.
www.typogravieh-lebt.de (in Kürze online!)
Eine weitere hervorragende Tagung ist am Samstagabend, den 07.06.08, zu Ende gegangen. International renommierte Redner haben uns unterhalten und erleuchtet, das Wetter hat mitgespielt, das e-Werk war wieder eine tolle Location. Hubert Jocham eröffnete den Tag mit der Streitschrift Rotis und seinen Reaktionen darauf, Andrea Tinnes setzte mit ihren eleganten Luxus-Logos und Ornamenten fort, Katharina Hölzl und Lars Harmsen schlossen den Morgen mit Zeitschrift-Geschichten. Der Nachmittag fing mit Johannes Bergerhausen und seinem Unicode Projekt an, Tina Frank rundete das Ganze mit beweglichen Farben ab. Die Party ging dann bis in die frühen Morgenstunden.
Was leider auch zu Ende gegangen ist, sind die Präsenz und die vielen Impulse, welche durch den „TypograVieh lebt“-Anstifter Alexander Branczyk nach Weimar kamen. Auf meine Einladung hin hatte dieser fünf Jahre hier in Weimar an der Uni gearbeitet, zwei davon als Gastprofessor, die restlichen drei Jahre als auswärtiger Diplom- und Projektbetreuer (ohne Kosten für die Universität). Er hat dabei u.a. mehr als einhundert Leute von Rang und Namen zu Vorträgen eingeladen und 36 Diplomarbeiten betreut. Während dieser Zeit hat unser Studiengang höhere Rankings bekommen und viele Preise gewonnen. Seine Projekte, u.a. „Schnellmodus“, sind vielen Studenten noch gut in Erinnerung – praxisnah, streng, und ganz im bauhäuslerischen Sinn kreativ. Ich möchte hiermit meinen tiefsten Dank an Alex aussprechen.
Wie viele wissen, hatte sich Alexander Branczyk 2006 für die W2 Graphic Design Professur an der Bauhaus-Universität beworben. Im April 2008 wurde das Verfahren ergebnislos geschlossen.
I notice that no-one has bothered to respond or comment (publicly) here. Nonetheless, after criticism from various quarters, including false accusations (which have been retracted after threat of legal action), I have decided voluntarily to remove offending passages from this post.
Prof. Jay Rutherford, Visuelle Kommunikation, Fakultät Gestaltung, Bauhaus-Universität Weimar
Katharina Hölzl hat als Diplomarbeit an der FH Graz ein begehbares Magazin
als Ausstellung konzipiert, und zwar für unser geliebtes
Slanted Magazin, deren Kopf Lars Harmsen schon im letzten Jahr auf unserem Typosium gesprochen hat. Nachdem ihre Ausstellung nun umgesetzt wird und zunächst auf dem
DesignMaiYoungsters in Berlin zu sehen sein wird, kommt sie mit Lars nach Weimar, um ihre Ausstellung hier zu eröffnen.

Andrea Tinnes studierte Kommunikationsdesign an der
FH Mainz und Grafikdesign am
California Institute of the Arts, wo sie durch den Unterricht von Jeffery Keedy, der viel zum
Emigre-Magazin beisteuerte, auf die Schriftgestaltung aufmerksam wurde. Später unterichtete sie an der
Bergen National Academy of the Arts und seit letztem Jahr an der
Burg Giebichenstein in Halle. Sie veröffentlicht ihre Schriften auf ihrem eigenen Label
Typecuts, aber auch für andere Foundries wie
Primetype.
www.typecuts.com
Tina Frank arbeitet seit 1995 als Grafik Designerin und Künstlerin. Ihre Wurzeln hat sie im Web-Design und in der Gestaltung von Plattencovern für das Wiener Experimentalmusiklabel »Mego«, mit denen sie ab Mitte der 1990er Jahre erstmals international auf sich aufmerksam machte. In den Jahren danach hat sie immer mehr auch mit Bewegtbild, Video und Multimedia zu arbeiten begonnen und ihren Ruf als international herausragende visuelle Künstlerin gefestigt. Der Taschen Verlag etwa listete Tina Frank in seinem Buch »Graphic Design for the 21st Century« unter die »top 100 graphic designers worldwide«.
2002 erscheint ihre DVD »Fuzzy Motion – Pictures without legs 1995-2002« auf dem japanischen Label »Gas«. 2003 kuratiert das Londoner Institute of Contemporary Arts eine Einzelausstellung ihrer Arbeiten, zu sehen im New Media Centre. 2006 erhält das Video »chronomops« den ersten Preis beim Filmfestival »Diagonale« als bester innovativer Experimental-, Animations- oder Kurzfilm. Das amerikanische Label »Asphodel« veröffentlicht als erste DVD des Verlages »fateless«. Im Dezember 2006 präsentiert das internationale anerkannte Digitalfilmfestival Resfest eine Werkschau der Video- und Grafikarbeiten im Museumsquartier, Wien. Performances und Beteiligungen an Ausstellungen an Orten wie Ars Electronica, Linz, Centre Pompidou, paris, ICC, Tokyo sowie unzählige Interviews in Designmagazinen zeugen von einer regen Aktivität als visueller Gestalterin.
www.frank.at
Folgenden E-Mail-Kontakt habe ich die Tage mit Jonathan Barnbrook gehabt. Er musste leider absagen… aus nachvollziehbaren Gründen.
benjamin, thanks for your email. but 7th june is not possible. its
close to typoberlin, but not close enough. it means i would have to be
in germany for a week after and i am too busy to just take a week off
from the studio. …
Die komplette Mail könnt Ihr hier nachlesen.
Benny
Versal/VERSAL/Kapitä(n/l)chen(Ententanz), Dinosaurier, Dschungel, große Tiere, Wale, QU*, Jurassic Pork, Hörner, Jubiläum/Zirkus/Manege/bunt/lebendig/Clowns, runder (Kinder)-Geburtstag, High/Hi-5, 5th Ave. (aufgestylte Hunde), 5te Element, 5te Dimension, Insekten: Fiefen, Mutschekiepschen mit 5 Punkten, Schattentiere (Trailer live vorm Beamer), Hahnenkamm/Handschuh, Luftballontiere, 5-ballige Pfoten, 5 Bremer Stadtmusikanten, Beethovens 5te (ein Hund namens-), Quintessenz, Fliegt ein Kuckuck übers Meer..., pVau, Fingerpuppen, 5-basierte Märchen, AntikVa, Hunting, Jägermeister, Tierttoos, Kindergarten/nächstes Jahr in die Schule, bald werd ich 6, */Asteri(x/sk), Pentragramm, ein untotes Symposium, Friedhof der Kuscheltiere, 5 kleine Typografen (Agatha Chriestie), 5 Todsünden, untoter Monsterzombie, Typo stirbt jetzt erst recht nicht, scheintot, Voodoo, unkaputtbar, ... lebt! (gerettet), Viehderbelebung/geViehdert, 1ste Hilfe, Sendung mit der Maus, Klammeraffen, Gänsefüßchen, Eselsohren, Zwiebelfisch, Tintenfischkleckse, Morphing der vergangener Tiere, Streichelzoo, Zoo/Tierpark, Schnecke, das 5te Rad am Wagen, Hund:»Vau, Vau!«, darVin/eVolution, 5te SchriftklassiViehzierungsgruppe (fremde Schriften), geViehrt, geVünvt, 5haariges Jubiläums, »es ist ein A!«, 5 Kontinente
Zwei Jahre zuvor haben sie schon auf unserem Symposium gesprochen: Sibylle Schlaich und Heike Nehl von den
Moniteurs. Jetzt sind sie wieder da, mit Lehrauftrag, und wollen mit uns das diesjährige Typosium durchführen. Aus dem Off auch wieder mit dabei:
Alex »T1«. Das erste Projekttreffen ist gerade zu Ende gegangen und lässt mich glücklich in die unmittelbare Zukunft blicken.
